DAS SIND UNSERE KÜNSTLER:INNEN
Anna Adam ist Diplompädagogin für Erwachsenen- und Jugendbildung sowie bildende Künstlerin mit Schwerpunkten in Malerei, Illustration, Bühnenbild und Ausstellungsgestaltung. Mit ihrer langjährigen Erfahrung in partizipativen Kunstprojekten, die gesellschaftliche Themen aufgreifen, verbindet sie künstlerische Praxis mit sozialem Engagement.
Chasan Jalda Rebling lehrt als jüdische Kantorin in der Tradition der Maggidim, jüdischer Wander-Lehrer. Das Wort Maggid kommt von dem hebräischen Wort agada Geschichte welches auf dem Verb agad zusammenbinden beruht. Sie sammelt alte Erfahrungen verknüpft sie um daraus Neues zu entwickeln. Mit Liedern, Legenden und Geschichten trägt sie jüdisches Wissen in die Welt. Sie ist eine erfahrene Spezialistin jüdischer Musik von den Ursprüngen bis in die Moderne. Sie ist director of studies der European Academy for Jewish Liturgy in London.
Paula Sell ist eine feinsinnige Vollblutakkordeonistin. Seit Jahren mischt sie in unterschiedlichen Formationen und Projekten die Berliner Musikszene auf und gibt Konzerte in ganz Deutschland und Österreich (u.a. Sher on a shir, „?Shmaltz!“, das Piratinnen-Trio „The hinking sinking ladies“ und Balkantanzhaus Berlin). Darüber hinaus wirkt Paula Sell an der Musik zahlreicher Film-, Theater- und Hörspielproduktionen mit und spielt mit Märchenerzähler*innen und Puppenspieler*innen.
Shahid Alam ist ein in Lahore (Pakistan) geborener Kalligraph aus einer traditionsreichen Familie der arabischen Schönschrift. Bereits im Kindesalter begann er mit der Kalligraphie und entwickelte daraus seine eigene künstlerische Formensprache. Seine Arbeiten verbinden Schrift und Bild zu poetischen Wort-Skulpturen. Als freischaffender Künstler lebt und arbeitet er in Deutschland und setzt sich mit seiner Kunst für interkulturellen Dialog zwischen Orient und Okzident ein.
Duo „Sapo-Gi“ vereint den Klarinettisten Ilya Gindin und den Akkordeonisten Michael Saposchnikow. Gemeinsam präsentieren sie ein mitreißendes Programm auf Basis traditioneller jüdischer Hochzeitsmusik. Mit virtuosen Freylekhs und gefühlvollen Doynes verbinden sie auf lebendige, emotionale und energiegeladene Weise authentische Klezmer-Tradition mit moderner Interpretation.
Manja Präkels ist Schriftstellerin, Musikerin und Journalistin. In Brandenburg aufgewachsen, erlebte sie die Umbruchszeit nach der Wende und wurde durch die gesellschaftlichen Spannungen der 1990er Jahre nachhaltig geprägt. Diese Erfahrungen bilden den Kern ihres literarischen und publizistischen Schaffens. Neben ihrer Tätigkeit als Autorin ist sie Sängerin und Mitgründerin des Musikprojekts „Der singende Tresen“, in dem sie Literatur, Musik und politische Erinnerung miteinander verbindet. Für ihren Roman „Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß“ wurde sie vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und dem Anna-Seghers-Preis.
Till Baumann ist Theatermacher, Musiker und Coach aus Berlin. Er arbeitet seit vielen Jahren mit dem „Theater der Unterdrückten“ nach Augusto Boal, das er Ende der 1990er Jahre in Rio de Janeiro kennenlernte. Seine Projekte führt er international in Schulen, sozialen Einrichtungen, Gefängnissen und Theatern durch. Er studierte Pädagogik, Lateinamerikanistik und Politikwissenschaften in Berlin und arbeitet heute auch als Supervisor (DGSv*) sowie im Bereich politisch-partizipativer Theaterarbeit. Als Musiker verbindet er Klang, Rhythmus und Theaterpraxis zu interaktiven, gesellschaftlich engagierten Formen.
Ioannis Avakoumidis ist Tänzer, Performer, Choreograph und Tanzpädagoge. Geboren und aufgewachsen in Athen, studierte er Psychologie an der Universität Kreta und absolvierte eine Tanzausbildung in Athen. Seit über 14 Jahren arbeitet er international in zahlreichen Tanz- und Theaterproduktionen. Er war u. a. an renommierten Häusern wie der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Hannover, der Oper Köln, der Opera de Rouen und der Akademie der Künste Berlin beteiligt und tourte europaweit durch Deutschland, Frankreich, Österreich, Finnland, Belgien, Polen, Zypern und Griechenland. Dabei arbeitete er mit verschiedenen Künstler:innen und Ensembles der zeitgenössischen Tanz- und Theaterszene zusammen.
Simon Marwecki arbeitet im Bereich der politischen Bildung im interreligiösen Projekt „ReKo – Religionen: Unterschätzte Potenziale gesellschaftlicher Konflikttransformation“ bei Minor – Projektkontor für Bildung und Forschung gGmbH. Mit seinem akademischen Hintergrund in Pädagogik und Religionssoziologie sowie seiner christlich-baptistischen Sozialisation verbindet er wissenschaftliche Perspektiven mit persönlicher Erfahrung. In seiner Arbeit legt er einen besonderen Fokus darauf, die Ressourcen religiöser Gemeinschaften sichtbar zu machen und ihr Potenzial für gesellschaftlichen Dialog und Konflikttransformation hervorzuheben. Sein Workshop „Religiöse (Un)Sichtbarkeiten“, der am 07.05.2026 in Cottbus stattfindet, lädt zum Nachdenken darüber ein, wann und wie Religion sichtbar wird, wann sie unsichtbar bleibt und was wir von Religionen lernen können, wenn wir sie als Orte und Wissensbestände verstehen.
„Coexist“ vereint professionelle Musiker:innen mit unterschiedlichen religiösen und kulturellen Hintergründen. Mit einem vielfältigen Repertoire — von klassischen Klängen über Klezmer bis hin zu arabischer Folklore — setzt das Ensemble ein Zeichen für Dialog, Vielfalt und Zusammenklang.
Dr. Sascha Gebauer ist Pfarrer in der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und Mitarbeiter in der von Cansteinschen Bibelanstalt in Berlin mit dem Bibellabor / Kreisdiakoniepfarrer im Kirchenkreis Neukölln. Als „Digital Immigrant“ bewegt er sich mit wachsender Begeisterung zwischen analoger Tradition und digitalen Möglichkeiten.
Dr. Darjusch Bartsch ist Politik- und Islamwissenschaftler, Mediendidaktiker, Religionspädagoge und freiberuflicher Berater, Autor und Coach in kultursensiblen Fragen von Sicherheit, Medien und Dialog. Er lehrt regelmäßig zu Extremismusprävention in der Einwanderungsgesellschaft mit dem Schwerpunkt der Identitätsforschung in der Superdiversität und (religiöser) Mediensozialisation.
Yoed Sorek ist Kantor, Sänger, Dirigent und Pianist. Er tritt international als Solist auf und verbindet in seiner Arbeit jüdische liturgische Musik mit Konzertpraxis und künstlerischer Interpretation. Er war an zahlreichen Konzert- und Festivalproduktionen beteiligt und sang unter anderem mit renommierten Orchestern sowie bei internationalen Gedenkveranstaltungen, darunter im Deutschen Bundestag. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit wirkt er als Vocal Coach und begleitet Sänger:innen am Klavier.













